Vorschau Ausstellung

Keta Gavasheli, Danae Io, Chantal Kaufmann, Jonida Laçi

Aperture, monitor, field, mouth, language,

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Ausstellungstext

Die Gruppenausstellung Aperture, monitor, field, mouth, language, im Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin (31.10.2026–10.01.2027) vereint Videoinstallationen, Skulpturen, Fotografien und Fotogramme von Keta Gavasheli, Danae Io, Chantal Kaufmann und Jonida Laçi. Ausgehend von der Beziehung zwischen Körper, Raum, Sprache und Objekt entwickeln die Künstlerinnen medienübergreifende Arbeitsweisen, die Wahrnehmungsgewohnheiten und darin eingeschriebene Machtverhältnisse sichtbar machen und verschieben. Dabei thematisieren sie Technologie als Erweiterung des Körpers und der Wahrnehmung – von filmischer Kameraführung über fotografische Bildgebungsverfahren bis hin zu optischen Apparaten – und reflektieren, wie Bilder historisch und gegenwärtig produziert, gerahmt und gelesen werden. Der Ausstellungstitel, basierend auf einem Zitat der Autorin Quinn Latimer, verdeutlicht in diesem Zusammenhang die Rolle eigener Aufzeichnungen und medialer Instrumente – Kameras, Monitore und Projektionen – als Übersetzung und Interpretation der gebauten Umwelt. Der Text, aus dem das Zitat entnommen ist, nimmt dabei das erste dokumentierte fotografische Bild, View from the Window at Le Gras (1826) von Nicéphore Niépce, zum Ausgangspunkt. In ineinandergreifenden Prozessen entstehen Bilder, die in narrative Strukturen eintreten, sich aber stellenweise auch ihrer Auflösung widersetzen. Sie verschieben sich entlang von Strukturen der Wiederholung und bewegen sich in Schleifen wie die Erinnerung selbst, in denen Bedeutung fortwährend neu konfiguriert wird. 

Miriam Stoney verfasst einen Begleittext für die Ausstellung.

Künstlerische & Kaufmännische Leitung

Leonore Spemann

Kuratorin

Luisa Kleemann

Kuratorin

Lisa Dohmstreich

Aufbauleitung

Miles Schuler

Biografie

Keta Gavasheli ist eine in Tiflis geborene, in Düsseldorf lebende multidisziplinäre Künstlerin, deren Arbeit sich zwischen soundbasierten Medien, Bewegtbild, Installation und Performance bewegt. Als Resident im Salon des Amateurs tritt sie dort seit mehreren Jahren regelmäßig auf und kuratiert Veranstaltungen. Dabei schafft sie durch Live-Interventionen und kollektive Begegnungen Räume für Zusammenarbeit und kreativen Austausch. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich fließend zwischen Bühne, Club und Ausstellungsraum – getragen von einer Haltung der Fürsorge und langfristigen künstlerischen Kollaboration.

Danae Io arbeitet mit Bewegtbild, Skulptur und Text. Im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis stehen häufig die Weisen, in denen Geschichte narrativiert und durch immaterielle Mittel geformt wird.Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen Akwa Ibom, Athen, und State of Concept, Athen. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf; SB34, Brüssel; beau travail, Stockholm; EMST – National Museum of Contemporary Art, Athen; Kunstverein Braunschweig; im e-flux Screening Room, New York; im New Museum in Zusammenarbeit mit der DESTE Foundation, Athen; bei Doclisboa; am Institute of Contemporary Art London sowie beim International Film Festival Rotterdam gezeigt.

Chantal Kaufmann lebt und arbeitet in Zürich und Wien. Kaufmann hat einen Bachelor of Arts in Bildender Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste (2012–2015) und einen Master in Critical Studies (MA) an der Akademie der bildenden Künste Wien (2017–2022) erworben. Von 2023 bis 2026 lehrte sie an der Universität für Angewandte Kunst. Kaufmanns künstlerische Praxis widmet sich den Verbindungen zwischen Bild und Sprache und deren gemeinsamer Bedeutungsbildung zwischen Autor:in und Rezipient:in. Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen: Hoescheller Room, Zürich (2026); Dock 20, Lustenau (2025); Kunstverein Gartenhaus, Wien (2024); Kunstraum Memphis, Linz (2024); Milieu, Bern (2023); Galerie Kirchgasse, Steckborn (2023); Oxford, Berlin (2022); Longtang, Zürich (2019) und weitere.

Jonida Laçi lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Objektplastik an der Akademie der bildenden Künste Wien und erhielt 2025 den Kunsthalle Wien Preis.Ihre Arbeiten wurden in Einzelausstellungen bei Can, Wien; marais/moeras, Brüssel; und Bazement, Tirana, gezeigt sowie in Duo- und Gruppenausstellungen bei Forde, Genf; Courtney Jaeger, Basel; Shellspace; OxfordBerlin/Linienstrasse, Düsseldorf; Fondation Tschuess, Karlsruhe; im Künstlerhaus und in der Kunsthalle (beide Wien) sowie an weiteren Orten.

Agenda

Förderer

Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern in Schwerin